Aktuelle Meldungen:

Mittwoch, 23.11.2011
Einführung Johanna Wessel und Pater Joshy George
"Am Samstag, dem 19. November 2011 wurden in der Vorabendmesse in Spelle Gemeindeassistentin Johanna Wessel und Pater Joshy George in unserer Pfarreiengemeinschaft herzlich begrüßt und willkommen..."
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Donnerstag, 20.10.2011
Glaubensk(l)ick in Lünne
"Am Sonntag, dem 16.10. fand um 18:00 Uhr der Glaubensk(l)ick an der "Sanddeele" in Lünne statt. Das kath. Jugendbüro, einige Gruppenleiter aus Lünne und Jugendreferentin Julia Sommer hatten diesen..."
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Samstag, 15.10.2011
Erntedank
"Das Erntedankfest ist eines der ältesten Feste überhaubt. Schon im Judentum und in römischen Religionen feierte man im Herbst die Gaben der Erde. Heute feiert man Erntedank meistens am ersten..."
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Montag, 19.09.2011
Große Messdienerfahrt in den Abenteuerpark nach Hellendoorn
"Am Samstag, dem 17. September 2011 haben sich 121 Messdiener/innen und Begleitpersonen aus unserer Pfarreiengemeinschaft auf den Weg zum Abenteuerpark in die Niederlande gemacht. Diese Fahrt war..."
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Montag, 04.07.2011
St. Ludgerus unterstützt Schule und Waisenkinder in Kenia
"Bericht im EL Kurier vom 03.07.2011 25 Personen aus der Pfarrgemeinde St. Ludgerus Schapen reisten vor kurzem unter der Leitung von Günter Revermann nach Kenia um das 25-jährige..."
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Geschichte der Kirchengemeinde

Bereits um 890 befand sich auf dem Oberhof des Klosters Werden eine Kirche. Es wird vermutet, dass sie der hl. Katharina geweiht war. Im 12. Jahrhundert wurde eine neue Kirche, die auf dem hl. Liudgerus geweiht wurde, gebaut. Mitte des 16. Jahrhunderts war die Kirche baufällig und wurde durch die jetzige evangelisch reformierte Kirche ersetzt. Bis 1674 hatten die Mönche des Klosters Werden das Patronatsrecht über die Kirche in Schapen. Zum Kirchspiel Schapen gehörte bis Mitte des 16. Jahrhunderts auch die Gemeinde Hopsten. Nach der Reformation wurde im jetzigen Dorfkern eine Notkirche errichtet, die 1789 durch eine größere Kirche ersetzt wurde.

Die Pfarrkirche St. Ludgerus Schapen

Nachdem die alte Kirche baufällig geworden war wurde in den Jahren 1930 und 1931 die jetzige Kirche nach den Plänen des Architektenteams Feldwisch-Drentrup, Osnabrück auf dem Grundstück von Hermann Hofhus gebaut. Die Bauausführung erfolgte durch die Baufirma Weinrich, Münster. Die Kirche ist aus Ibbenbürener Sandstein errichtet. Die äußeren Charakteristika werden durch den schlichten, offenbar am niedersächsischen Bauernhaus orientierten Stiel dargestellt, während das mächtige Dach an das Dach einer großen Scheune erinnert.

Das Innere der Kirche ist durch das große Hauptschiff und die beide kleinen Seitenschiffe geprägt. Das 11,40 m hohe Tonnengewölbe wird von schlichten Pfeilern getragen, welche durch sanft schwingende Halbbögen miteinander verbunden sind. Im Chorraum befindet sich ein Triumphbogen mit der Inschrift "Christus gestern - Christus heute - Christus in Ewigkeit". Die Orgelempore ragt mit einem geschwungenen freitragenden überhang 2,50 m in das Kircheninnere. Alle Raumteile zeigen mehr oder weniger hervortretende schlichte ornamentale Abschlüsse.

Der fast 8,00 m hohe Hochaltar ist nach dem Vorbild des Barockaltars der Franziskanerkirche in Warendorf von Schreinermeister Engelland zwischen 1750 und 1780 erstellt worden. über drei Holzstufen erhebt sich die Altarbasis, auch Predella genannt. Sie ist einem altchristlichen Märtyrerschrein nachempfunden und von einer Lorbeergirlande umgeben. Das Medaillon in der Mitte zeigt die Buchstaben IHS (Jesus, Heiland, Seligmacher). Es folgt der Tabernakelaufsatz mit den seitlichen Reliquienfächern und Stufen für die Kerzenleuchter. Auf dem Tabernakeldach befindet sich die Figur des Pelikans, oberhalb und gegen den Tabernakel etwas zurückgesetzt die Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes als trauernde Hauptfiguren neben dem erhöhten Christus am Kreuz. Den oberen Abschluss bildet ein Himmelsbalachin mit Gott Vater in einer Wolke und unter ihm die Taube als Symbolfigur des hl. Geistes. In den Seitenteilen des Hochaltars befinden sich Türen mit Lorbeerrosetten und einem Figurenaufsatz. Im Stiel des Hochaltars stehen im vorderen Teil des Chorraums zwei Seitenaltäre.

Links steht der Marienaltar mit einer Gottesmutterstatur im Strahlenkranz und über ihr eine Wolkenglorole mit der Figur des hl. Geistes in Gestalt einer Taube. Der rechte Herz-Jesu-Altar zeigt über der Herz-Jesu-Statue das Lamm Gottes, ruhend auf dem apokalypischen Buch mit den sieben Siegeln.

Ende der sechziger Jahre wurde ein neuer Konzelebrationsaltar angeschafft. Er ist an die in der Kirche vorhandenen barocken Elemente angepasst worden. Im Ambo und im Kredenz sowie dem Chorgestühl wurden die mit großen Lorbeer-Rosetten versehenen Elemente der ehemaligen Kommunionbank eingearbeitet.

Die Kirche ist mit einer Reihe von Statuen geschmückt. Die wohl älteste Statue ist die Figur des Kirchenpatrons, des hl. Ludgers aus dem 16. Jahrhundert.

Der 1987 neu angeschaffte Kreuzweg ist im barocken Stiel gefertigt und in verhaltener Farbgebung antik gefasst.

Im hinteren Teil der Kirche befindet sich die Marienkapelle, die zum Gebet einlädt. In der Kapelle befindet sich ein Ikonenbild von der immerwährenden Hilfe. Die Ikone ist eine Nachbildung des Originals aus der Kirche San Alfonso in Rom.

Die vom Baumeister Kemper aus Lübeck gebaute und von der Osnabrücker Orgelbaufirma Kreienbrink restaurierte Orgel wurde 1964 angeschafft. Sie hat 25 klingende Register und rund 4.300 Pfeifen. Sie hat ein machtvolles Klangvolumen und eine ausgezeichnete Klangdisposition.

Die Kirche St. Ludgerus in Schapen lädt alle Menschen zum Gottesdienst und zum Gebet ein. Gott sagt, wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.